Mexiko’s vielfältige Landschaft

Popocatepetl - Vulkanlandschaft Mexiko

Die Landschaft Mexikos ist eine der vielseitigsten und aufregendsten überhaupt. Hügelige Bergketten, Vulkane, kilometerlange Sandstrände, dichte Dschungel oder steinige Wüsten – Mexiko vereint all das in einem Land und ist an Facettenreichtum kaum zu übertreffen. 

Geografische Lage

Mexiko liegt in Nordamerika, angrenzend zu den USA, und bildet das nördlichste Land Lateinamerikas. Im Süden grenzt Mexiko an Guatemala und Belize.

Gesamtlänge der Grenzen: 4,538 km
• Grenze zu Belize: 250 km
• Grenze zu Guatemala: 962 km
• Grenze zu den USA: 3,426 km
Mexiko liegt auf dem 23. Breitengrad Nord, auf welcher Höhe ebenso Länder wie Saudi Arabien oder Indien liegen.
Im Osten mündet das Land in den Golf von Mexiko, ein Randmeer des Atlantiks. Im Westen befindet sich die Pazifikküste. Die Küstenlängen betragen insgesamt 10.010 km, dabei 2.610 km am Atlantik sowie 7.400 km am Pazifik.
Aufgrund der Größe von 1.972.550 km² und seiner Lage, findet man in Mexiko verschiedenste Landschaften und Klimazonen.

Berge, Strände, Vulkane und Dschungel – Mexikos Landschaft im Überblick

Berge und Vulkane

Die längsten Bergketten bilden von Norden nach Süden die Sierra Madre Occidental im Westen, sowie die Sierra Madre Oriental im Osten des Landes. Beide Bergketten erreichen eine Höhe von bis zu 4.000 Meter. Im südlichen Bundesstaat Querétaro befindet sich zudem die Sierra Gorda sowie die Sierra Madre del Sur im Staat Oaxaca.

Südlich von Mexico City erstreckt sich die vulkanische Bergkette, die Sierra Volcánica. Der Pico de Orizaba, auch in der Ursprache Citlaltépetl genannt, ist mit einer Höhe von 5.636 Metern der höchste Vulkan Nordamerikas als auch der höchste Berg des Landes, sowie La Malinche mit 4.500 Metern.
Die bekannten Zwillingsvulkane Iztaccíhuatl (5.286 Meter) und Popocatépetl (5.450 Meter), liegen weiter westlich, zwischen Mexico City und Puebla. Popocatépetl heißt übersetzt rauchender Berg, welchem Namen er auch alle Ehre macht: seit Januar 2001 gibt es immer wieder kurze Eruptionen, die teils mit Lavaströmen oder Aschewolken einhergehen.

Im Süden des Landes, im Bundesstaat Oaxaca, zieht sich die Sierra Madre del Sur, welche beim Isthmus von Tehuantepec endet. Dieser ist mit einer Breite von 216 km die kürzeste Landverbindung zwischen dem Golf von Mexiko und dem Pazifik.

Popocatepetl - Vulkanlandschaft Mexiko
Popocatépetl – der wohl bekannteste Vulkan Mexikos!

 Strände und Küsten

Sowohl am Atlantik als auch am Pazifik finden sich zahlreiche Strände und Küstenabschnitte. Circa 450 Strände laden zum Wassersport oder Baden ein. Im Südosten erstreckt sich im tropischen Klima auf der Halbinsel Yucatán das Küstengebiet der Karibik. Hier finden sich rund um Cancun und der Riviera Maya traumhafte Strandlandschaften, mit feinen Sandstränden und Palmenstraßen. Auf einer Länge von ca. 150 km erstreckt sich die Riviera Maya von Cancún im Norden bis zur Maya-Festung in Tulum.
Auch am pazifischen Ozean finden sich zahlreiche Strände, wie Acapulco, Puerto Vallarta, Mazatlán, Huatulco uvm.
Weiter im Süden, oberhalb von Chiapas, liegt Oaxaca. Der Bundesstaat lockt mit einer 500 Kilometer langen Küste, wo sich einige der besten Surfspots der Welt befinden. Am Fuß der Berge der Sierra Madre, erstreckt sich Huatulco über 32 Kilometer am mexikanischen Pazifik entlang. Huatulco gilt als entspanntes Reiseziel in Mexiko, mit einer Reihe an Buchten und mehr als 36 Stränden.
Auf der Halbinsel Los Cabos im Norden des Landes, finden sich moderne Anlagen im luxuriösen Stil. Eine der beliebtesten Gegenden für Touristen, insbesondere aus den USA, die dort ihre Urlaube oder Flitterwochen verbringen.

Der kilometerlange Strand von Cancun
Der kilometerlange Strand von Cancun

 Der Dschungel und seine Vielfalt

Der mexikanische Dschungel (spanisch „Selva“) weitet sich südlich von Cancún auf der gesamten Halbinsel von Yucatán aus und erstreckt sich dabei auf das Hinterland. Eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren werden darin beherbergt, sowie atemberaubende Cenoten und Tempelruinen der Maya. Kulturfans und Interessierte sollten sich die Maya Stätte Chichén Itzá nicht entgehen lassen, sowie die Pyramiden von Cobá nahe Tulum. In immergrünen Regenwald und teils vom Dschungel überwuchert, befindet sich die Ruinenstadt Palenque im Bundesstaat Chiapas. Die mehr als 1.300 Jahre alte Maya-Stadt besteht aus einer Ansammlung von Tempeln und Pyramiden.

Weltweit ist Mexiko auf Platz 4 der Länder mit der größten Artenvielfalt. Mexiko steht global auf Platz 1 bei der Anzahl an Reptilienarten, Platz 2 bei Säugetierarten, sowie auf Platz 4 bei den Amphibien. Zwischen 60-70% der weltweit bekannten Arten findet man in Mexiko gesamt und vor allem in seinem Dschungel. Hier leben überwiegend Reptilien wie Alligatoren und Krokodile, Groß- und Kleinechsen sowie Leguane und Schildkröten. Auch lassen sich Affen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Insbesondere bildet der Dschungel das Zuhause der Pumas und Jaguars. Eine Dschungeltour lohnt sich somit allemal.

Mexikanischer-Dschungel
Die Weiten des mexikanischen Dschungels

Wüstenlandschaften

Der Norden Mexikos zeichnet sich insbesondere durch seine wüstenartigen Gegenden aus.
Die größte Wüste Mexikos ist „El Gran Desierto“, welche hauptsächlich im Bundesstaat Sonora liegt sowie sich auch in den Süden der USA und über die Halbinsel Baja California ausweitet. Typisch für die Gegend sind hohe Kaktuspflanzen und felsige Gelände, die von Sonora bis Sinaloa reichen. El Gran Desierto erstreckt sich dabei über eine Fläche von 320.000 km². Dabei ist die Sonora-Wüste landschaftlich sehr abwechslungsreich, mit einer einzigartigen Vegetation, wie Wüstenschildkröten, Krustenechsen oder Schlangenarten, sowie zahlreichen Kakteenarten. Durch die unterschiedlichen Höhenlagen schwanken die Temperaturen von milden Wintern und sehr heißen und trockenen Sommermonaten.

Ebenso im Norden Mexikos befindet sich die Chihuahua-Wüste im gleichnamigen Bundesstaat, angrenzend zu den USA. Mit einer Fläche von rund 453.000 km² zählt sie als größte, nordamerikanische Wüste. Im Vergleich zur angrenzenden Sonora-Wüste, fallen die Höhenunterschiede deutlich größer aus, zwischen 600 und 1675 Meter, wodurch der Sommer meist etwas milder als in der Sonora-Wüste ist.

Wüsten in Mexiko
Wüsten in Mexiko